Referenzanlage

160 kWp PV & BHKW

PV Jordanquelle in Bad Lippspringe: Photovoltaik auf einem gemieteten Dach, ein Batteriespeicher und ein bestehendes Blockheizkraftwerk – über die Leitwarte in einem Bild. Gebaut von enpere, betrieben von MN Solutions.

Die Anlage

160 kWp auf fremdem Dach

Die Rechnung geht auf, weil der Strom dort bleibt, wo er entsteht. Unter dem Dach arbeitet die Firma Jordanquelle: Kühlanlagen, die rund um die Uhr laufen, eine eigene Küche mit hohem Energiebedarf und fünf betriebseigene Elektroautos. Jede Kilowattstunde, die dort verbraucht statt eingespeist wird, spart den vollen Arbeitspreis – und das ist ein Vielfaches dessen, was die Einspeisung einbringt.

Fläche sichern, Anlage errichten lassen, Betrieb führen, Strom vor Ort verwenden – der vollständige Weg. Das Dach ist angemietet, eine Konstellation, die für Betreiber wie für Eigentümer aufgeht: Der eine braucht die Fläche, der andere den Strom.

Gewachsen ist das in zwei Schritten: das Blockheizkraftwerk seit 2016, die Photovoltaik mit Speicher seit 2025. Der Speicher nimmt die Mittagsspitze auf und trägt den Eigenverbrauch über die Zeiten ohne Sonne. Genau für diese Anlage ist die Leitwarte gebaut worden – als Werkzeug für den eigenen Betrieb, bevor sie für Kunden geöffnet wurde.

Wie die Leitwarte arbeitet

Anlagendaten

Leistung
160 kWp
Wechselrichter
125 kW
Batteriespeicher
INTILION scalebloc power
Standort
An der Jordanquelle 6
33175 Bad Lippspringe
Dachfläche
angemietet
Blockheizkraftwerk
SenerTec Dachs, 5,5 kW elektrisch
Errichtung
enpere
Betrieb
MN Solutions
Flachdach mit montierter Unterkonstruktion aus Aluminiumschienen, rechts die ersten verlegten Module.
Unterkonstruktion – aufgeständert, ohne Dachdurchdringung.
Belegtes Modulfeld auf dem Flachdach, im Hintergrund Baumbestand.
Belegtes Modulfeld zwischen den vorhandenen Dachaufbauten.
Mehrere Modulreihen auf dem Flachdach, dazwischen Lüftungsrohre.
Modulreihen um die vorhandene Dachtechnik herum geführt.
Geschlossener Batteriespeicherschrank INTILION im Innenhof.
Der Batteriespeicher steht ebenerdig im Innenhof.
Geöffneter Speicherschrank mit Batteriemodulen in zwei Racks.
Zwei Racks mit Batteriemodulen und Leistungselektronik.
Blick vom Dach in den Innenhof auf den Speicherschrank.
Kurze Wege: Speicher unten im Hof, Erzeugung oben auf dem Dach.

Aus dem Bau

Modulreihen um die vorhandene Dachtechnik herum geführt.

Anlage

Kurze Wege: Speicher unten im Hof, Erzeugung oben auf dem Dach.

Blockheizkraftwerk

Was das BHKW beisteuert

Ein SenerTec Dachs mit 5,5 kW elektrischer Leistung, gebaut und gewartet von Niewels. Er erzeugt Strom und Wärme in einem Gang und läuft deshalb nicht nach Sonnenstand, sondern nach Wärmebedarf und Wirtschaftlichkeit – er läuft oder er steht, ein Dazwischen kennt er nicht.

Photovoltaik in eine bestehende Kraft-Wärme-Kopplung eingebunden

Das Blockheizkraftwerk war zuerst da. Es deckt Wärme und Grundlast und läuft nach dem Wärmebedarf des Gebäudes – im Winter viel, im Sommer wenig. Genau umgekehrt verhält sich eine Photovoltaikanlage. Zwei Erzeuger, die sich über das Jahr ergänzen, sich in einzelnen Stunden aber auch im Weg stehen können.

Dazwischen liegt der Batteriespeicher. Er nimmt die Mittagsspitze der Photovoltaik auf, statt sie für wenig Geld ins Netz zu schieben, und gibt sie abends zurück – in den Stunden, in denen sonst das BHKW anspringen oder Strom zugekauft werden müsste.

Messtechnisch sind beide Erzeuger getrennt erfasst: ein eigener Erzeugungszähler für die Photovoltaik, der Zähler des Dachs für die Kraft-Wärme-Kopplung. Deshalb stehen die Zahlen auf dieser Seite getrennt und nicht als eine Summe, in der niemand mehr erkennt, woher die Kilowattstunde kam.

Der nächste Schritt ist die gemeinsame Regelung: Das BHKW anfordern, wenn Wärme gebraucht wird und Strom teuer ist, und es stehen lassen, wenn die Sonne die Arbeit ohnehin macht. Die Leitwarte sieht beide Erzeuger bereits in einem Bild – die Regelung darauf aufzusetzen, ist Absicht und noch nicht gebaut.

Aus dem Bau

Kabeltrassen auf dem Dach – vor den Modulen liegt die Arbeit.